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Geschichte

Antiquar Jan Lundell, Hälsinglands Museum
Bilder von dem Archiv, Hälsinglands Museum

Der Ursprung der Bauernhöfe in Hälsingland
Die Bauernhöfe mit allen Gebäuden sowie Grund und Boden bauen auf vier Ecksteine: Der Grund und Boden, die Tiere, die Menschen und die Geräte. Der sichtbare Ausdruck sind die Häuser auf den Höfen und alles wird zusammengehalten durch die Arbeit und das Leben der Menschen.

Jedes Haus auf einem Bauernhof in Hälsingland hat seine bestimmte Funktion und gehört zusammen mit der Ausnutzung von Grund und Boden und der Arbeit die dort ausgeführt worden ist.: Die Scheune und die Wiese, die Tenne und der Acker, die Sennenhütte und der Wald, das Bootshaus und das Meer, die Soldatenkate und die Siedlung einer Sozialgruppe die aus Handwerkern, Soldaten und denjenigen die keine „Großbauern" waren aber trotzdem in der Dorfgemeinschaft inbegriffen waren.

Gewisse Häuser waren Arbeitsstätten, wie zum Beispiel die Verarbeitung in der Fabrik von Flachs. Der Bauerhof in Hälsingland ist eine Produktionseinheit. Damit diese funktionieren kann, muss ein Gleichgewicht zwischen Grund und Boden und Tieren, Menschen und Geräten sowie Häuser vorhanden sein. Sollte etwas fehlen, wird das Gleichgewicht unterbrochen und das ganze System bricht zusammen.

Der Ursprung dieser großartigen Bauernhöfe in Hälsingland ist die Geschichte von Essen und Wohlleben. Allerdings kann man von Reichtum, Kunst der Zimmermänner, Geschicktheit im Handwerk und Luxus sprechen, aber alles handelt schließlich um das Essen. Der Bauernhaushalt steht deshalb im Mittelpunkt. Wir sprechen oft vom Bauern und seinen Tieren, seinem Hof und seinem Acker. Es gibt aber keinen Bauern der die alles ohne Hilfe schaffte. Die Arbeit der Frauen und Inder war deshalb von großer Bedeutung für die Produktion.

Der Boden
Die Menschen auf den Höfen brauchten etwas zum Essen. Das Essen erhielt man von dem was man auf den Ackern anbaute, was die Tiere hergaben. Die Grundlage war also, nicht nur die Flächen des Bauernhofes, sondern auch der Hof auf dem man im Sommer und im Herbst wohnte, und als Zweithof zu dem eigenen Hof betrachtete auf dem das übrige Jahr wohnte, die Sennehütten, sowie die Bootshäuser und Jagden Fischereigewässer. Der Besitz eines Bauern in Hälsingland bestand aus drei Bodentypen: Der offne Acker am nächsten zum Hof, die Anbaufläche wo Mischfrucht angebaut wird, etwas unterhalb und die Wiesen davor. Der wichtigste Grund und Boden war jedoch der Wald. Dort befanden sich Weideland und Wiesen, die man benötigte damit die Tiere das ganze Jahr überleben konnte. Je besser der Wald, desto mehr Tiere.

Tiere
Die Zahl der Pferde, Kühe, Ziegen und Schafe war abhängig von Anbauflächen die man zur Verfügung hatte. Die Kühe und Ziegen waren die wichtigsten Tiere um welche sich die Frauen kümmerten. Die Nahrung der Menschen bestand aus Fleisch und Milch von den Tieren. Der Dung trug zur besseren Ernte bei. Tierhäute und Tierfelle waren Produkte die man für ein gutes Geld verkaufte. Um das Pferd kümmerte sich der Mann.
Ziemlich früh wurde dieses prachtvolle „ Hälsingland-Pferd" zu einem Symbol des Wohlstandes und der Selbstständigkeit der Menschen i Hälsingland und schuf auch Voraussetzungen für lohnende Handelsreisen.

Das Futter für die Kühe erntete man von Anbauflächen die nicht gut genug für Anbau von Getreide war. Im Wald lagen die Moore, die Strände waren nass. Das Pferdefutter wurde von Böden geholt auf denen Mischfrucht angebaut wurde. Den Pferdemist landete meistens auf der Landstrasse oder im Wald, da man diesen nicht verwenden konnte. Den Pferdemist den man ergattern konnte wurde als Futter für die Kühe verwendet.

Das Volk
So lange Grund und Boden ausreichte um Tiere zu füttern und der Ertrag dafür sorgte, dass die Menschen zu essen hatten, befand sich die Produktion im Gleichgewicht; denn wenn es Menschen gut wächst die Bevölkerung. Die Folge einer wachsenden Bevölkerung ist, dass der Bedarf an Essen zunimmt. Deshalb musste mehr angebaut und mehrere Tiere angeschafft werden. Der Ackerbau in Hälsingland war beschränkt, was zur Folge hatte, dass sich nicht alle als Bauern versorgen konnten. Es war zu dieser Zeit als sich das Handwerk entwickelte. Im 16 Jahrhundert deutete die staatliche Rechenschaft an, dass die Menschen in Hälsingland schon damals angesehene Handwerker waren und der Handel umfassend war.

Die Geräte
Die Bauern in Hälsingland machten von den gleichen Geräten Gebrauch wie die Bauern im übrigen Schweden. In Hälsingland entwickelte man jedoch Spezialtypen von Geräten, wie zum Beispiel besonders den hälsingplogen (Hälsingepflug) und „gåsfotaharven"
(Gänsefußegge). Gewisse Arbeiten wurden mechanisiert und die Entwicklung der Geräte wurde hauptsächlich mit der Arbeit in der Landwirtschaft für Mischfrucht in Verbindung gebracht.

Der erste Anbau
Die ersten Bauern in Hälsingland wurden zu Beginn der Eisenzeit ansässig, hielten Tiere und bearbeiteten den Boden in den zentralen Gebieten der Ortschaften an der Küste in Hälsingland, und während der Wikingerzeit in den Gemeinden im Inland. Von Anfang an war die wichtigste Ernte das Getreide. Was im Mittelalter geschah ist noch immer ungewiss, jedoch deutet nichts auf einen Rückgang im Zusammenhang mit der spätmittelalterlichen Agrarkrise. Die Auswirkungen der Krankheit „ Digerdöden" (der schwarze Tod oder die Pest) waren in Hälsingland sehr minimal, vielleicht hatte diese Krankheit die Provinz überhaupt nicht berührt.

Mittelalterliche Kontinuität
Zwischen den Jahren 1550 und 1750 lag die Anzahl der Bauern, angebauten Ackerflächen, Ernten und Vieh auf einem ziemlich gleichmäßigen Niveau. Die Urbarmachung war gering. Dass die Bauern in Hälsingland im 16 Jahrhundert ein unverändertes Niveau von Grund und Boden, sowie Ernten beibehalten konnten, deutet daraufhin, dass man seit langem ein passendes System für die Produktion und den Verbrauch geschaffen hatte. Dieses System war teils abhängig davon, dass sich die Landwirtschaft in einer Balance befand, teils dass die Bauern, Fischer, Handwerker und Handelleute zusammenwirkten.

Die Bevölkerung nahm zu, die Zahl der Bauern jedoch nicht, da man sich dem Handel und Handwerk in jedem Hofbetrieb widmete. Anstatt neu anzubauen, tauschte man typische Waren in Hälsingland hergestellt gegen Getreide. Zwischen Bauern, Fischern, Handwerkern und Handelsleuten und den Resscoursen die Verfügung standen herrschte Gleichgewicht, eine bewusste Anpassung an die Menschen in der Umgebung und Grund und Boden.

Rückgang und Aufschwung
Die großen Veränderungen geschahen wegen der Kriege und Misserntenim 17 Jahrhundert.Die Anzahl der arbeitsfähigen Männer ging zurück, und der Ackerbau erlahmte.Nach ein paar erbärmlichen Jahren um 1670 begann ein Aufschwung der als Start einer landwirtschaftlichen Revolution bezeichnet werden kann. Im übrigen Teil Schweden geschah das gleiche, aber erst 150 Jahre später. Durch die Einführung der Sense als Gerät für die Erntearbeit nahm die Arbeitsproduktivität anfangs zu. Es waren neue Werkzeuge die man hauptsächlich mit den Böden für Mischfrucht in Verbindung brachte.Die Arealproduktivität wurde durch die Erweiterung der Böden für Mischfrucht verbessert und dadurch stieg der Anbau von Flachs an.

Das Spinnrad und die mechanischen Verarbeitungsfabriken von Flachs und Hanf wurden eingeführt, welches den Anbau von Flachs ertragreich machte. Falls man das Anbauareal für Flachs vergrößern wollte, mussten auch Getreide-ernten und die Böden für Heu und Mischfrucht erweitert werden, da diese in einem Verhältnis zu einander standen. Dadurch wurden größere Getreideernten und Heumengen erhalten die dazu führten, dass mehr Tiere, hauptsächlich Pferde gehalten werden konnte, aber auch mit einem einen Getreideüberschuss rechnen konnte. In diesem Zusammenhang wurden die mechanischen Dreschmaschinen während der zweiten Hälfte des 18 Jahrhundert in Hälsingland entwickelt.

Im 17 Jahrhundert bekam der Staat mehr Macht und besaß bessere Kontrollmöglichkeiten sodass man das Handwerk und den Handel auf dem Lande eingeschränkte. Doch akzeptierte man den Anbau von Flachs und die Leinenherstellung als ein Gewerbe auf dem Lande. Um aber größere Mengen Leinengewebe herstellen zu können wurde Arbeitskraft gefordert. Diese erhielt man mit Hilfe der eigentumslosen Handwerker, Soldaten und denjenigen die keine Bauern waren, eine Gruppe die seit dem 17 Jahrhundert zunahm und eine Arbeitskraftreserve wurde und zum spinnen und weben bei Hochbetrieben ausgenutzt wurde. Wahrscheinlich übernahm diese Gruppe die Rolle der Handwerker.

Der Wohlstand vom 16 Jahrhundert wird im 18 Jahrhundert erreicht. Die Aufteilung der Bauernhöfe beginnt und die Urbarmachung kommt in Gang. Die Bevölkerung wächst weiterhin. Neue Bauernhöfe entstehen und die Zweithöfe werden bleibend.

Ein großartiges 19 Jahrhundert mit mittelalterlicher Tradition
Jene Wohnhäuser, Neben- und Wirtschaftsgebäude und Areale die wir heute schützen, stammen aus dem 19 Jahrhundert, einige davon Ende des 18 Jahrhundert. Die Ausformung dieser Gebäude, Innenausstattung und Luxus folgen der Geschmackrichtung der Zeit, aber für viel Geld groß zu bauen, das machte man schon viel auf den Bauernhöfen in Hälsingland.

Der Grund für diese Voraussetzungen wurde aber im Mittelalter gelegt. Schon früh schaffte man ein funktionierendes System für die Urbarmachung, wobei man die befindlichen Ressourcen ausnutzte und den Tierbestand und die Menschen an Grund und Boden anpasste. Der Wohlstand führte eine Bevölkerungszunahme mit sich, doch blieb die Anzahl der Bauernhöfe unverändert. Diejenigen Söhne und Töchter die sich nicht mit der Landwirtschaft beschäftigten konnten, begannen mit Handwerk und Handel auf dem entsprechenden Bauernhof. Die vielen Menschen auf den Bauernhöfen war der Anlass, dass man große Wohnhäuser baute.

Die Ursache der großartigen Bauernhöfe in Hälsingland war die Arbeit, welche Frauen Männer in ihren Wirtschaftsgebäuden und Eigentümern auf den Bauernhöfen leisteten. Es handelt sich um das Resultat ihrer Arbeit und ihrem Leben.

 

 


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