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So kann es mit den Wandgemälden auf einem alten Bauerhof in Hälsingland
sein
Kerstin Sinha, Ljusdalsbygdens Museum
Auf einem Dachboden auf einem Bauernhof in Ljusdal liegen große
Tapetenstücke aus hand-gewebten Leinen mit Leimfarbe bemalt und von
verschiedener Qualität. Diese sind
Verschieden lang und ungefähr 2 Meter hoch, ein Teil der Tapetenstücke
ist ungefähr
5 Meter lang. Die Tapeten haben in den verschiedenen Zimmern im Paarhaus
vom
18 Jahrhundert an den Wänden geklebt, dass bis 1887 das Wohnhaus
der Familie war. Die Abholzung in den weitgestreckten Wäldern brachte
Geld und andere Anschauungen auf den Hof: jetzt galten Häuser mit
zwei oder drei Etagen, mit Holzschnörkeleien und große Fenster
langen Reihen und vor allem gekaufte in der Fabrik hergestellte Tapeten.
Als man 1887 neue Wohnhäuser auf dem Hof gebaut hatte, wurde das
alte Paarhaus versetzt und wurde ein Väst på gårn"
( Westeite auf dem Hof) mit Knechtzimmer und Waschküche. Die Gemälde
welche die Zimmer im Paarhaus schmückten fand man altmodisch und
wurden als Windschutz an die Wand genagelt, anstatt ihrer altmodischen
Schönheit. Dank dieser Wiederanwendung wurden die Tapeten bewahrt
und vorsichtig abgenommen als das Paarhaus um 1960 modernisiert wurde.
Aus diesem Grund können wir heute etwas aus deren Geschichte verfolgen.
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Ein Fragment von einem zentralen Teil der Einrichtung zeigt dass
es 1735 gemalt wurde.
Typisch
für die derzeitigen Wandgemälde in Hälsingland sind
die Motive- Blätter und Blumen, die aus buckeligen Barockurnen
herausquellen und robuste Pfeiler umwickelt von Weinranken. Die
blaue Farbskala ist auch auf den Gemälden in der Gegend von
Ovanåker vorhanden, jedoch gehen die Farben auf den ähnlichen
Gemälden in der Umgebung von Delsbo mehr in schwarz rot oder
gelb über.
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Die
Farbe am Urnenfuß ist fast abgeblättert. Es war der Teil
der mit Leimfarbe bemalten Tapete die am meisten verschlissen war,
da man auf langen Bänken an den Wänden saß. Wir
entdecken dort ein Muster aus dem 17 Jahrhundert: Die Einrichtung
von 1735 wurde auf einer älteren Tapete gemalt und mit mustergeschnittenen
Stämmen gedruckt.
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Ein anderer Teil der Tapete wurde auf ein mit quadratischen Mustern
gewebtes Textilstück gemalt. Wir sehen hier die Rückseite
des Textilstücks. Doch das ist nicht alles: Als die Leute au
dem Hof ein Jahrhundert später 1830 modernisieren wollten,
drehte man einfach die alten Gemälde zur Wand um und bat den
besten Kunstmaler dieser Zeit das Zimmer mit Figuren und Formen
seiner Zeit zu schmücken.
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Viele Zimmer erhielten leichtere und hellere Einrichtungen und die wir heute
Ädel-Malerei" nennen. Es war der ganz besondere dekorative
Stil der Gegend in Ljusdal und wurde nach dem Soldaten Anders Ädel
(1809-1888) benannt.

Auf diesem Hof hat er wahrscheinlich mit Hilfe seiner Kinder mehrere Zimmer
gemalt, ohne die Einrichtung wie üblich zu unterschreiben. Er war
eben Handwerker und kein Kunstmaler! Er hat jedoch ein aufgeschlagenes
Buch mit einem Motiv an eine Wand gemalt, dass sich auf vielen Höfen
in der Gegend wiederholt. Mit Hilfe der Schrift können nehmen wir
an, dass die Gemälde zwischen 1833 gemacht wurden als die Tochter
Brita geboren wurde und 1841 als das nächste Kind in der Familie,
der Sohn Jonas geboren wurde
Irgendwer hatte damals versucht den Namen des Malers zu schreiben, hatte
es aber nach dem ersten Buchstaben S" aufgegeben. Es ist nicht
leicht mit Leimfarben zu malen, geschweige denn, zu schreiben. Dieses
konnten nur geschickte Handwerker wie Anders Ädel.
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