Zurück
 |
Etwas über die Wandmalerei im 18 Jahrhundert in Hälsingland
Kerstin Sinha, Ljusdalsbygdens Museum
Eine Giebelfläche die mit zu der Zeit normaler Farbskala mit Leimfarbe
auf das Gewebe bemalt wurde. Dies kann man im Museum in Ljusdal besehen.
Ursprünglich war dieses Gemälde ein Teil der Einrichtung einer
Wohnung, einem Herrenhaus oder einem Zimmer für besondere Festlichkeiten
auf einem Hof in Storhaga bei Ljusdal. Heute fehlt das aller oberste Dreieck,
dass hinauf zum Dachfirst reicht- das Gemälde schmückte also
ein Zimmer ohne Zimmerdecke.
Der Text erzählt, dass es die drei weisen Männer waren, die
aus dem Morgenland nach Jerusalem kamen und sprachen: Wo ist der neugeborene
Judenkönig? Wir haben seinen Stern im Osten gesehen. Dieser Text
wurde rundherum im ganzen Zimmer an der nächsten langen Wand fortgesetzt,
und über die Bilderszenen, die meistens Illustrationen von Erzählungen
in der Bibel waren. Die Lust an der Freude ließen sich die selbstbewussten
Bauern in Hälsingland die als große Pferdeliebhaber bekannt
waren, nicht nehmen als sie gleichzeitig prachtvolle Pferde an Wänden
gemalt sahen.

Im Västerängsbegäude auf Skansen ist eine Einrichtung
von Reuter ausgestellt. Ursprünglich wurde dieses Gemälde
von Gustaf Reuter an die Wände des Hofes in Tjärnmyra bei
Delsbo gemalt. Es war 1747, und damals war das Zimmer offen bis oben
zum Dachfirst.
Als man 30 Jahre später eine Zimmerdecke einbaute, bat man Reuter
diese auch zu bemalen. Die gesamte Einrichtung befindet sich jetzt
auf Skansen. Der lange Tisch hinter der Bank mit umdrehbarer Rückenstütze
war bemalt und erinnert an die Familie Reuter.
|
Wie schon so viele andere Maler aus Hälsingland, ist der Künstler
dieses Gemälde aus dem 18 Jahrhundert heute noch unbekannt. Von der
Mitte des Jahrhunderts kennen wir die Namen einiger, unter anderem den
Hauptgefreiten der Delsbokompanie, Gustaf Reuter
( 1699-1783) und den Erik Ersson
( 1730-1800) aus Snickars in Källaräng bei Delsbo. Erik stand
einmal vor Gericht wegen seiner Malerarbeit: Weil er Zeit hatte in den
Häusern zu malen meinte die Obrigkeit dass er auf dem Hof seines
Vaters nicht genügend beschäftigt war und deshalb ein Landstreicher
war. Als solcher konnte er gezwungen werden Soldat zu werden. Dies wurde
nun aber abgewehrt. Aus dem Gerichtprotokoll geht hervor, dass er wenigstens
manchmal mit seinem Schwager Carl malte, der Sohn von Gustaf Reuter war,
auch Soldat war und 1758 im Krieg in Pommer starb.
|