Hem
Zurück


Wandmalereien


Wandgemälde aus dem 15 und 16 Jahrhundert
Kerstin Sinha, Ljusdalsbygdens Museum

Wir wissen nicht viel über die Auschmückung der Häuser im Mittelalter, doch Material aus den Archiven zeigt, dass man im Ganzen Norden gewebte und bemalte Behänge gebrauchte. Der früheste schriftliche Beweis über Behänge betrifft Delsbo. In diesem Dorf begann ein neuer Pfarrer seinen Dienst und alles was er von seinem Vorgänger übernommen hatte wurde niedergeschrieben. Es handelte sich um die Tiere im Kuhstall, allerlei landwirtschaftliche Geräte und Haushaltsgegenstände. Unter diesen Sachen befand sich auch ein alter Behang. Trotzdem dass dieser alt war, wurde er auf 12 Mark geschätzt, welches doppelt soviel war, als ein Pferd und der teuerste Gegenstand auf der Inventarliste.

Wir wissen nicht wie dieser Behang aussah, auch nicht ob dieser gewebt oder bemalt war. Es sind aber Gegenstände aus anderen Einrichtungen und aus dem 16 Jahrhundert, die bewahrt worden sind.

Mehrere von diesen Gegenständen wurden 1964 bei einer Reparation vom Hans-Ersgården in Alfta gefunden. Ungefähr ein Dutzend größere und kleinere Stücke von Gemälden auf Gewebe, insgesamt ca. 80 Quadratmeter die zusammengeheftet waren, wurden als Schutz unter einer Decke angebracht wurde um zu verhindern, dass Abfall von der Flachsverarbeitung in die Wohnung hinunterfällt.

 

Es wird von der jungen, schönen Jüdin Ester in der Bibel erzählt, die während der Gefangenschaft der Juden in Babylon mit König Ahasverus (Xerxses, gestorben 485 v.Chr.) verheiratet wurde und damit eine Verfolgung ihres Volkes verhinderte.
Lesen Sie mehr von dieser lebendigen Geschichte in Esters Buch im Alten Testament!



Das Gemälde trägt kein Datum. Ester und ihr Gefolge wurden aber in einer Kleidung mit Puffärmel und Ballonhosen gemalt, die der höchsten Mode am schwedischen Hof Ende des 15 Jahrhundert entspricht. Da die Kunstmaler mit den Details sehr genau waren kann das Datum des Gemäldes zu der Zeit bestimmt werden. Dreht man das Gemälde um sieht man, dass das Gewebe wiederverwendet wurde: Die Rückseite hat zwei dekorative Muster, wahrschein-lich vom Ende des 15 Jahr-hundert, außer einer Ecke, in der man ein Adam und Evapaar gemalt hat...

Weshalb alle Gemälde vom 15 und 16 Jahrhundert auf dem Fußboden in einem Bauernhof in Alfta gelandet sind ist ein richtiger Detektivroman der eine weitere und breitere Nachforschung verlangt. Sehen Sie hierzu die nachstehende Liste!

Dass es zu der Zeit viele Kunstmaler in Hälsingland gab, versteht man wenn man die untenstehenden Namen sieht die Jan Lundell, tätig im Hälsinglands Museum, bei seinen mehrjährigen Nachforschungen entdeckt hat.

 

 

Alte Kunstmaler in Hälsingland und das Jahr wo sie Spuren in ihren Dokumenten hinterlassen haben
Håkon Gullesson
  Fläcka Enånger 1500
Måns Gadd
  Näset Hälsingtuna 1556
Mårten Larson Alfta 1558
Sven Larson
  Fiskeby Hälsingtuna 1565
P Målare Häggesta Bollnäs 1565
Jon Målare Säversta Bollnäs 1565
Lasse Målare Berge Rogsta 1569
Nils Målare Röste Bollnäs 1570
"M O" 1570
Michill Målare Nansta Forsa 1576
Peder Gudmundsson
 Säversta Bollnäs 1582
Joen Målare Bollnäs 1585
Peer Målare Born Bollnäs 1586
Nils Pedersson Hudiksvall 1592
Olof Siulsson Hudiksvall 1592
Mårten Olofsson Delsbo? 1598
Lasse Målare Ilsbo 1599
Jonn Målare Ölsund Forsa 1599
Jonas Olai? ? 1601
Henrik Målare Hudiksvall 1601


Als der Kunstmaler aus Hälsingland, Måns Gadd Anfang des 16 Jahrhundert in der alten Kirche in Forsa malte, signierte er sein Werk mit diesem Wappen.

Anders Målare Hudiksvall 1610
Gulich Mårtensson Berglock Forsa 16..
Gulich Mårtensson Hudiksall 1604
Henrik Målare Bergsjö 1634
Per Eriksson Forsa? 1652
Anders Målare Delsbo 1650
Måns Målare Söderhamn 1653
Henrik Målare Seffersson Hudiksvall 1690

 

 

Zurück      Zum Seitenanfang